Werden Sie zum Agile Change Agent

Agil, digital, innovativ, kundenzentriert – so sollen Organisationen heute sein. Aber wie führen Sie Ihre Organisation und Ihre Mitarbeitenden dahin?

AutorJennifer Konkol
Datum20.05.2019
Lesezeit5 Minuten

Für den Wandel zu einer agilen Organisation braucht es Change Agents. Führungskräfte oder ein Change Manager allein können einen Wandel nicht zum Leben erwecken. Dafür braucht es eine Vielzahl von Multiplikatoren, die den Change mittragen und im Unternehmen Impulse setzen.

Change Agents benötigen eine Reihe von Eigenschaften und müssen Kompetenzen besitzen, z.B. Eigeninitiative, Mut, Lernwillen, Toleranz, Empathie, Kommunikationskompetenzen (inkl. der Fähigkeit, aktiv zuzuhören), Intuition, Fachwissen und am besten auch Erfahrung.Daneben brauchen sie Methodenkompetenz und müssen wissen, wann sie welche Instrumente im agilen Kontext verwenden können.

Es gibt eine Vielzahl von Methoden. Da sie sehr vielfältig einsetzbar ist, wird hier exemplarisch die Methode der sechs Denkhüte von Edward de Bono vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine Kreativitätstechnik, die in Gruppendiskussionen, in Bewertungs- und Verbesserungsprozessen, bei drohenden Spannungen und bei komplexen Problemstellungen genutzt werden kann. Dabei werden parallele Denkprozesse ermöglicht, kontroverse Gedanken können geäussert werden, eine Betrachtung aus vielen Perspektiven ist sichergestellt und der Diskussionsprozess wird strukturiert und effizient gestaltet. Und so geht’s:

Die Methode der Six Thinking Hats

Voraussetzung

Sie brauchen eine moderierende Person und mindestens sechs Teilnehmende.

Benötigte Materialien

Stifte, Flipcharts, Post-its, eine Uhr für das Timekeeping und 6 Hüte in den definierten Farben (alternativ Schilder mit den Rollenbezeichnungen)

Ablauf der Methode

  • Schritt 1: Die moderierende Person stellt der Gruppe die Aufgabe oder das Problem vor. Danach erläutert sie der Gruppe die sechs Rollen anhand der sechs farbigen Hüte.
  • Schritt 2: Die Startfarbe/Rolle je Teilnehmer festlegen.
  • Schritt 3: Die Teilnehmenden diskutieren das Thema aus Perspektive der eingenommenen Farbe/Rolle. Die moderierende Person dokumentiert die Gedanken oder trägt Sorge dafür, dass alle Teilnehmenden ihre Gedanken selbst auf Zettel notieren, und dass diese Zettel im Nachgang eingesammelt werden.
  • Schritt 4: Die Farben/Rollen werden gewechselt. Die Schritte 3 und 4 werden mehrfach wiederholt. Idealerweise haben alle Teilnehmenden jede Farbe/Rolle einmal inne und können sich dabei jeweils äussern.
  • Schritt 5: Abschliessende Diskussion und Bewertung der entstandenen Lösungsmöglichkeiten, Gedanken und Ideen.
  • Schritt 6: Festlegen nächster Schritte, inkl. Verantwortlichkeiten.

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Literatur

  • Hermann, S. & Pfläging, N. (2018): OpenSpace Beta: A handbook for organizational transformation in just 90 days.
  • Rohm, A. (2015): Change-Tools: Erfahrene Prozessberater präsentieren wirksame Workshop-Interventionen.
  • Senge, P. (2017): Die fünfte Disziplin: Kunst und Praxis der lernenden Organisation.

Videotipps

Seven tools to start with «AGILE»

Wie steht es um Ihren persönlichen agilen Methoden-Rucksack? Wir haben Ihnen gemeinsam mit IN.flow Facilitation GmbH und Visual Braindump GbR sieben konkrete Tools zusammengestellt, die Sie auf dem Weg zur agilen Organisation zu ersten kleinen Schritten befähigen. Probieren Sie es aus. Wir wünschen Ihnen viel Spass dabei!

 

Wie steht es um Ihren persönlichen agilen Methoden-Rucksack? Wir haben Ihnen gemeinsam mit IN.flow Facilitation GmbH und Visual Braindump GbR sieben konkrete Tools zusammengestellt, die Sie auf dem Weg zur agilen Organisation zu ersten kleinen Schritten befähigen. Probieren Sie es aus. Wir wünschen Ihnen viel Spass dabei!

 


Über den Autor

Jennifer Konkol

Jennifer Konkol ist Mitgründerin und Geschäftsführerin der IN.flow Facilitation GmbH. Mit ihren Geschäftspartnern begleitet sie ihre Kunden in Innovations- und Veränderungsprozessen. Jennifer absolvierte einen Master in Wirtschaftspsychologie mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie. In der täglichen Arbeit kommt ihr daneben ihre Coaching-Ausbildung sowie diverse Weiterbildungen im Bereich von Veränderungs- und Innovationsprozessen zugute. Seit 2008 begleitet Jennifer Veränderungsprozesse in verschiedenen Formen und bei Unternehmen unterschiedlicher Grösse als Dienstleisterin und Beraterin. Während ihrer Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften lehrte und forschte sie im Bereich von Veränderungsprozessen.