Warum ein IT-Architekt die Sicherheit im Griff haben muss, sollte uns allen klar sein

Um für ein Unternehmen sinnvolle IT-Lösungen zu erarbeiten, ist neben der Kenntnis des Geschäftskontexts von IT-Systemen auch ein tiefes Verständnis der entsprechenden technischen Begriffe, Konzepte, Techniken und Methoden sowie konkreter Technologien aus Architektursicht notwendig.

AutorBeni Stöckling
Datum29.08.2018
Lesezeit7 Minuten

Damit IT-Systeme Unternehmen optimal unterstützen, ist die Rolle eines Architekten an der Schnittstelle zwischen Business und IT gefragt. In unseren Digital-IT-Architecture-Lehrgängen lernen Sie, auf Geschäftsprozesse ausgerichtete IT-Lösungen zu konzipieren.

Wir haben den bewährten CAS-Lehrgang IT Architecture an die neuen Gegebenheiten im Architekturbusiness angepasst. Der Lehrgang hat einen Namen erhalten (NEU: Digital IT Architecture), wird neu mit einer Projektarbeit statt einer Prüfung abgeschlossen und Sie haben zudem die Wahl aus zwei Vertiefungsrichtungen: Enterprise- und Softwarearchitektur und System- und Infrastrukturarchitektur.

Wir haben mit dem Dozent der neuen Vertiefungsrichtung «System- und Infrastrukturarchitektur», unserem langjährigen Experten Roland Cattini, gesprochen.

Du bist unser Experte in der Vertiefungsrichtung «System- und Infrastrukturarchitektur». Warum werden gerade die drei Themen Netzwerk, Virtualisierung und Sicherheit behandelt?

Roland Cattini: Weil das Themen sind, die aus der Sicht der Softwareentwickler oft etwas vernachlässigt werden. Zumindest was die Architektur darunter (Basisarchitektur) betrifft, wie Netzwerk und Virtualisierungstechnologien. Warum ein IT-Architekt die Sicherheit im Griff haben muss, sollte uns allen klar sein.

Warum sollte ein IT-Architekt sich mit diesen Infrastrukturthemen vertraut machen?

IT-Architektur gibt es heutzutage nicht mehr ohne Netzwerk. Netzwerk ist ein integraler Bestandteil, auch wenn nicht mehr so sichtbar. Die Virtualisierung ist heute ebenfalls Bestandteil von fast allen IT-Architekturen. Hier bringen wir die Infrastruktursicht rein. Keine ICT-Infrastruktur ohne Netzwerk und kaum irgendwelche ICT-Infrastrukturen ohne Virtualisierungen. Darum sind die beiden Themen im speziellen Grundbestandteil der IT-Architektur.

Wie kann dieses erworbene Fachwissen praktisch im Arbeitsalltag eingebaut werden?

Das variiert selbstverständlich sehr stark von den konkreten Aufgaben des Einzelnen. Aber wenn z.B. ein ICT-Architekt eine ICT-Architektur plant, dann muss er wissen, welche Infrastrukturtechnologien sinnvollerweise für seine Anforderungen sinnvoll eingesetzt werden können.

Ändern sich die Voraussetzungen in der Architektur nicht fast täglich?

Ja und Nein. Die Ausprägungen und die Details ändern sich schnell. Die Basiskomponenten bzw. Basismechanismen sind jedoch sehr stabil, auch wenn die konkrete Umsetzung dann sehr schnell ändern kann. Die heute immer noch häufig verwendete Version 4 des IP-Protokolls ist inzwischen 37 Jahre alt. Wird heute aber ganz anders genutzt, als es in der Zeit vor dem WWW überhaupt vorhergesehen werden konnte. Dasselbe gilt bei der Virtualisierung. Die Grundmechanismen der Virtualisierung stammen aus den 1960er Jahren. Diese werden heute einfach in neuen und leistungsfähigeren Formen eingesetzt.

Wo siehst du den grössten Mehrwert dieser neuen Abzweigung?

Das Verständnis der zugrunde liegenden IT-Technologien ermöglicht es dem IT-Architekten, mögliche Fehler und Stolpersteine frühzeitig zu erkennen. Dies hilft erfahrungsgemäss in vielen Fällen sehr kostenintensive Fehler vermeiden.

Du verfügst über langjährige Erfahrung in diesem Bereich. Welches sind deine wichtigsten Erkenntnisse?

Auch im Architektur-Bereich haben die Verantwortlichen die Tendenz, Ihre eigene Fachkompetenz in den Vordergrund zu stellen und die Bereiche, bei denen sie nicht sehr sattelfest sind, zu wenig zu berücksichtigen.

Darum ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, dass insbesondere Architekten das «Big Picture» sehen und die Problematiken des Gesamtsystems verstehen.

In welche Richtung wird sich dieser Bereich deiner Meinung nach entwickeln?

Es wird neue Technologien geben, aber diese werden immer Weiterentwicklungen von den bestehenden Kerntechnologien sein und bleiben. Als Beispiel: IP – Version 4 oder Version 6. Ich kann mir nicht vorstellen, dass IP in den nächsten 50 Jahren verschwinden wird. Dass es in neuen Bereichen verwendet und immer schneller wird, ist klar. Aber es wird IP bleiben. Auch die Virtualisierung wird die Basis der IT-Architekturen bleiben. Die Dynamik und die Vielfalt der Möglichkeiten der Einsatzmöglichkeiten wird aber ständig erweitert werden.

Ähnliches sehe ich bezüglich Security. Noch vor 20 Jahren haben die meisten Firmen ohne Firewall im Internet gearbeitet. Das ist heute schlicht nicht mehr denkbar. Die Bedrohungen im Sicherheitsbereich werden sich ständig wandeln. Die grundlegenden Sicherheitsmechanismen werden aber die gleichen bleiben. Sie müssen aber jeweils aber die neuen Anforderungen angepasst werden. Darum ist es wichtig, dass IT-Architekturen von Beginn weg sicher geplant werden, damit sie sich zeitnah den neuen Bedrohungen anpassen können.

Digital IT Architecture (CAS)

In der Mitte des Information Engineering Lifecycles werden Vorgaben zu Lösungsansätzen geformt. Dies umfasst einerseits betriebliche Prozesse, andererseits technische Lösungen. Um diese Lösungslandschaft sinnvoll auszuprägen und sie gegenüber allfälligen Alternativen abzugrenzen, ist neben der Kenntnis der Abläufe ein tiefes technisches Verständnis notwendig.

Sie wählen zwischen:

Vertiefungsrichtung «Enterprise- und Softwarearchitektur»

Vertiefungsrichtung «System- und Infrastrukturarchitektur»

Neu schliessen Sie den Lehrgang mit einer Zertifikatsarbeit statt mit einer Schlussprüfung ab. Bei erfolgreicher Abschlussarbeit verleiht Ihnen unser Partner, die Hochschule für Wirtschaft (HWZ), das «Certificate of Advanced Studies (CAS) IT Architektur».

Besuchen Sie unseren Infoabend für eine persönliche Beratung.

Zu den Detailinfos der beiden Lehrgänge

In der Mitte des Information Engineering Lifecycles werden Vorgaben zu Lösungsansätzen geformt. Dies umfasst einerseits betriebliche Prozesse, andererseits technische Lösungen. Um diese Lösungslandschaft sinnvoll auszuprägen und sie gegenüber allfälligen Alternativen abzugrenzen, ist neben der Kenntnis der Abläufe ein tiefes technisches Verständnis notwendig.

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Vertiefungsrichtung «Enterprise- und Softwarearchitektur»

Vertiefungsrichtung «System- und Infrastrukturarchitektur»

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    Über den Autor

    Beni Stöckling

    Beni Stöckling ist seit 2017 Mitglied des Digicomp Online Marketing-Teams und in dieser Funktion unter anderem verantwortlich für den «Drive the Change»-Blog und die AdWords-Aktivitäten. «Eine Meinung zu haben ist gut, eine Ahnung zu haben besser. Lernen und Weiterbilden heisst neugierig sein auf die Zukunft. Und jeden Tag ist morgen Zukunft.»