SEO-Trends 2021: Mit diesen 5 Massnahmen verbessert sich Ihr organisches Ranking

Suchmaschinenoptimierung ist harte Arbeit, denn Google verändert seine Algorithmen laufend. Schon im Mai kündigt sich das nächste grosse Update an. Sind Sie ready? 5 SEO-Aktionen, die 2021 Erfolg versprechen.

AutorSimone Ott
Datum23.02.2021
Lesezeit7 Minuten

Massnahme 1: Google Core Web Vitals prüfen

Die grösste Veränderung in der Welt der Suchmaschinenoptimierung wird für den kommenden Mai erwartet. Google hat offiziell ein Page Experience Update angekündigt, bei dem die sog. «Core Web Vitals» zu einem Rankingfaktor werden sollen. Core Web Vitals sind einheitliche Qualitätssignale, die die Benutzerfreundlichkeit und Usability von Webseiten mit Daten messbar machen. Im Kern geht es um Ladegeschwindigkeit, Interaktivität und die Stabilität des Designs.

In den Core Web Vitals sollen folgende Werte ausgewertet werden:

  • Largest Contentful Paint (LCP) misst die Zeitdifferenz zwischen dem Aufrufen der URL bis zum kompletten Laden des grössten sichtbaren Elements, welches sich im Darstellungsbereich befindet. Dies könnte beispielsweise ein Video, ein grosses Textelement oder Slider-Bild sein. Dies soll dem Nutzer signalisieren, dass die aufgerufene Seite tatsächlich geladen ist.
  • First Input Delay (FID) misst die Zeitdifferenz zwischen der ersten Interaktion des Nutzers mit der Seite und der Browser-Reaktion. Dies könnte beispielsweise ein Button-Klick sein.
  • Cumulate Layout Shift (CLS) gibt an, wie sich das Webdesign bzw. das Layout bei der Nutzung der Website und der Ladephase verschiebt. Die Stabilität des Designs ist für Google wichtig, da eine Veränderung der Seitenelemente während einer Interaktion nicht benutzerfreundlich ist.

Google stuft die Statusmesswerte mit den folgenden Grenzwerten ein:

Quelle: Google Core Web Vitals Bericht

Quelle: Google

Mehr über die Core Web Vitals erfahren Sie hier.

Massnahme 2: Video-Content einbinden und optimieren

YouTube ist nach Google die am häufigsten aufgerufene Seite und weltweit die zweitgrösste Suchmaschine. Das zeigt klar, dass Videos im Web äusserst beliebt sind und die Erstellung und Einbindung von Video-Content das organische Ranking optimieren kann.

Um dies zu erreichen, gilt es folgendes zu beachten: 

  • Mit dem Video soll dem Nutzer einen Mehrwert geboten werden. Dies steigert die Verweildauer und Attraktivität des Videos, wodurch es besser bewertet wird.
  • Neben dem Inhalt des Videos muss auch die technische Optimierung beachtet werden. Durch eine klare Fokussierung auf ein Keyword, eine aussagekräftige Beschreibung & Titel wird das Video besser auffindbar.
  • Nach der Erstellung des Contents soll er verbreitet und in die Website integriert werden.

Massnahme 3: E-A-T Prinzipien ganzheitlich betrachten

Die Abkürzung E-A-T steht für Expertise, Authority und Trustworthiness. Sie spielen seit dem Google Update in 2018 eine wichtige Rolle in der Bewertung und Einordnung von Seiteninhalten. Die stärkeren Qualitätsfaktoren werden vor allem für die Beurteilung von rechtlichen, finanziellen und gesundheitlichen Webseiten angewendet. Es ist wichtig, dass die E-A-T Prinzipien immer als Ganzes betrachtet werden.

  • Expertise: Die Expertise soll die Fachkenntnisse des Autors zeigen. Dem Nutzer (und der Suchmaschine) soll mit dem Seiteninhalt aufgezeigt werden, dass der Autor genügend Kompetenz und Erfahrung auf dem Gebiet besitzt. Im Fokus steht also der Autor, weniger das Unternehmen.
  • Autorität: Es soll darauf geachtet werden, dass qualitativ hochwertiger Content veröffentlicht wird. Dies kann beispielsweise durch den Verweis von wissenschaftlichen Quellen erreicht werden. Die Autorität zielt im Allgemeinen auf die Reputation ab.
  • Vertrauen: Der letzte Faktor besagt, wie glaubwürdig und vertrauenswürdig die veröffentlichten Inhalte für die Nutzer sind. Des Weiteren wird beurteilt, wie sicher die Webseite und die allgemeine Reputation der Firma bzw. Marke ist.

Massnahme 4: Aufdringlichen Interstitials vermeiden

Seiten mit aufdringlichen Interstitials (sog. Unterbrecherwerbung) bieten Benutzern eine schlechte Benutzererfahrung. Mit Interstitials meint Google Einblendungen, die über dem eigentlichen Content der Seite platziert werden. Dies können beispielsweise Cookie-Consent Meldungen oder Newsletter-Anmeldungen sein. Solche Einblendungen können vor allem für Nutzer problematisch sein, die über mobile Endgeräte zugreifen, da die Bildschirme kleiner sind.

Zwei Beispiele, durch die Inhalte für einen Benutzer weniger zugänglich sind:

  • Popup-Anzeigen, die den Hauptinhalt abdecken. Entweder unmittelbar nachdem der Benutzer aus den Suchergebnissen zu einer Seite navigiert hat oder während er die Seite durchsucht.
  • Interstitials-Anzeige, die der Benutzer schliessen muss, bevor er auf den Hauptinhalt zugreifen kann.

Viel besser ist es, wenn die Anzeige nicht so viel Platz auf der Seite einnimmt und den Hauptinhalt nicht komplett abdeckt:

Links: Beispiel für aufdringliches Popup, dass den Content überdeckt, rechts: Beispiel für einen Banner, das einen userfreundlichen Platz auf dem Bildschirm einnimmt. Quelle: Google Search Central

Weitere Informationen zur optimalen Nutzung von Interstitials finden Sie hier.

Massnahme 5: Strukturierten Daten nutzen

Strukturierte Daten sind in der Suchmaschinenoptimierung schon lange ein Thema. Sie ermöglichen der Suchmaschine die Website-Inhalte besser zu verstehen. Durch festgelegte Formate werden zusätzliche Daten in den Suchergebnissen angezeigt und liefern so dem Nutzer weitere hilfreiche Informationen zur Webseite.

Dies können beispielsweise Rezepte, Events oder Kontaktdaten sein. Google gibt spezifische Empfehlungen zur Erstellung von strukturierten Daten ab.

Quelle: Google Search Central

Links & Quellen:


Über den Autor

Simone Ott

Simone Ott hat mehrjährige Erfahrung als Digital-Marketing-Beraterin und gibt ihr Know-how seit 2016 an die Digicomp Kursteilnehmenden weiter. Des Weiteren unterstützt sie eine führende Online Marketing Agentur in Zürich im Digital Marketing mit Fokus in Digital Analytics. Neben Ihrer Praxiserfahrung belegen der Bachelor of Science in Digital Business Management und das SVEB-Zertifikat für Erwachsenenbildung ihre Kenntnisse.