Schweizweit und international Erfolg dank Social Media

Social Media, Marketing & Sales rücken immer näher zusammen! Erfahren Sie im Interview mit Michael Görög (COO IBV Informatik), wie er Social Media-Plattformen als Kanal für neue Leads und Partnerschaften nutzt.

AutorSophie Hundertmark
Datum02.11.2018
Lesezeit6 Minuten

Lesen Sie im Interview mit CEO Michael Görög (IBV Informatik AG), wie man auch als Schweizer KMU über Social Media international auf sich aufmerksam machen kann und sogar Partnerschaften an Land ziehen kann.


Michael, du bist CEO eines Schweizer KMU, richtig? Könntest du uns kurz etwas über die Branche deines Unternehmens sowie eure Zielgruppe erzählen?

Ja genau, ich bin seit 3 Jahren in der Geschäftsleitung der IBV, ein KMU aus Bonstetten, Zürich, welches Software für den nationalen und internationalen Markt entwickelt. Unsere Zielgruppen sind sowohl Schweizer Unternehmen, als auch internationale Grossfirmen, wie zum Beispiel Coop Rechtsschutz oder T-Systems.

Ich habe gesehen, du bist zum Teil recht aktiv auf LinkedIn unterwegs? Wie ist es dazu gekommen und wie lange machst du das schon?

Angefangen hat es vor ca. 7 Jahren, als ich mir zum ersten Mal ein Profil auf Xing erstellt habe. Dies habe ich zunächst nicht aktiv genutzt. Als wir dann vor gut 2 Jahren eine neue Software gelauncht haben, waren wir gezwungen, möglichst schnell international Bekanntheit und Reichweite zu gewinnen. Ich habe hierzu die LinkedIn-Gruppen entdeckt, über die ich mich in kürzester Zeit mit Leuten aus der ganzen Welt connecten konnte und so die Zahl der Follower unseres Unternehmens ohne zusätzliches Werbebudget erhöht habe. Dies hat mich motiviert, immer aktiver auf LinkedIn zu sein, egal ob Beiträge posten, liken, mit anderen spannenden Leuten connecten und kommunizieren oder sogar eigene Artikel zu schreiben.

Warum denkst du, wäre dies anders nicht möglich gewesen bzw. wo siehst du die grössten Benefits in der Nutzung von LinkedIn im Vergleich zu klassischer Werbung oder PR?

Meiner Meinung nach ist es mit klassischer Werbung und PR nicht möglich, so genau wie über Social Media mit meiner Zielgruppe zu kommunizieren und mit ihr zu interagieren.

Bei LinkedIn kann ich meine Botschaft gezielt an die Menschen richten, bei denen ich davon ausgehe, dass ich ihnen etwas Interessantes zu präsentieren habe.
Natürlich haben wir auch immer wieder Newsletter-Mailings versucht, aber in Zeiten der wachsenden Mailflut werden Newsletter leider immer weniger geöffnet.

Wenn du an die letzten 3 Jahre zurückdenkst, wie würdest du sagen, hat die Nutzung von LinkedIn eure Kommunikation verändert?

Hier möchte ich gern ein Beispiel geben. Anfang des Jahres war ich an der ISE in Amsterdam. Plötzlich kam ein Mitarbeiter von Microsoft auf mich zu und sagte: «Sie sind Herr Görög, richtig?» Ich antwortete erstaunt: «Ja, das bin ich. Aber woher wissen Sie das?» Er sagte mir dann, dass er mich über LinkedIn kennt. Dies hat mir gezeigt, dass ich mit LinkedIn die Möglichkeit habe, mich mit Menschen, die die gleichen Interessen haben wie ich, zu vernetzen und so wertvolle Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Hierbei helfen mir natürlich die Suchfunktionen von LinkedIn, mit denen ich gezielt Menschen finde, die für meine Tätigkeit und mein Unternehmen relevant sind. Egal ob Partner, Kunden oder sogar Mitarbeiter.

Was war dein grösster Erfolg auf Social Media?

Vor drei Monaten habe ich einen Artikel über die Conference Room Monitore von DELL Screen geschrieben. Eine Woche später kam über LinkedIn die Anfrage einer DELL-Mitarbeiterin, ob wir als IBV an einer Partnerschaft mit DELL interessiert sind. Wir sind zwar schon seit Jahren Microsoft Partner, aber neuerdings auch DELL Partner. Ich weiss nicht, ob das ohne meinen Artikel so schnell funktioniert hätte. Zudem macht es mich natürlich stolz, dass mein Artikel sogar bei DELL Schweiz gelesen wurde.

Jetzt haben wir viel über dich geredet, wie ist es mit deinem Team und deinen Kollegen? Wird Social Media bei euch von allen Mitarbeitern genutzt?

Nein, leider nicht. Wir sehen vor allem, das jüngere Generationen sehr aktiv dabei sind und dies vor allem sehr selbstständig und ohne meinen Input. Die älteren Mitarbeiter tun sich leider oft schwer mit der Nutzung von LinkedIn.

Es genügt nicht zu sagen, «macht euch ein Profil», nein, es braucht wirklich mehrfaches Hands-On Training.

Vor allem, wenn es darum geht, sich selbst zu verkaufen und nicht nur ein Produkt.

Was würdest du anderen CEOs empfehlen, die die modernen Kommunikationskanäle nutzen möchten?

Produziert eigenen Content, motiviert euer Team, das gleiche zu tun. Schafft eine Kultur, in der das Verbreiten von News und Erlebnissen in Social Media zur Selbstverständlichkeit wird.

Michael, vielen Dank für das Interview!

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    Über den Autor

    Sophie Hundertmark

    Sophie Hundertmark hat einen Master in Business Administration and Online Business. Sie hat bereits in verschiedenen Branchen und Ländern gearbeitet und hat sich in den letzten Jahren immer stärker auf das Online-Business und digitale Strategien fokussiert. Als Gründerin und Partnerin von h-square entwickelt sie Strategien für den Einsatz von Chatbots und unterstützt ihre Kunden im gesamtem Marketing-Mix. Im Februar 2017 hat Sophie die Meet-Up-Gruppe «AI in Marketing» gegründet. Die Rückmeldungen waren so gross, dass sich daraus nun ein Konferenz entwickelt.