Was ist Suchmaschinen-Optimierung nicht – drei häufige Irrtümer unter die Lupe genommen

SEO anders definiert: Wir optimieren NICHT für Suchmaschinen! Wir wollen NICHT ganz oben auf die Suchtrefferliste! Wir wollen NICHT möglichst viele Besucher auf unserer Homepage! Weshalb und was SEO stattdessen ist, erfahren Sie im Beitrag von Alex Kereszturi.

AutorAlex Kereszturi
Datum17.01.2017
Lesezeit7 Minuten

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt: «Was mache ich hier eigentlich?». Sollten Sie einmal bei mir in einem Kurs zum Thema Suchmaschinenoptimierung landen, müssen Sie sich das nicht fragen – das tue ich für Sie.

Gleich zu Beginn eines SEO-Kurses frage ich nämlich gerne «Was ist Suchmaschinenoptimierung eigentlich? Was wollen wir damit erreichen? Warum sind wir hier?»

Ziemlich häufig erhalte ich folgende oder sehr ähnliche Antworten:

  • Wir wollen wissen, wie wir Webseiten für Suchmaschinen optimieren müssen.
  • Wir wollen in Google & Co. ganz nach oben in der Suchtrefferliste.
  • Wir wollen möglichst viele Besucher auf unserer Homepage.

Nun, das sind alles gute Ideen, aber alle drei zielen auf je etwas ab, das Suchmaschinenoptimierung gerade NICHT ist. Ich behaupte:

  • Wir optimieren NICHT für Suchmaschinen!
  • Wir wollen NICHT ganz oben auf die Suchtrefferliste!
  • Wir wollen NICHT möglichst viele Besucher auf unserer Homepage!

Wenn Sie jetzt denken, dass ich nicht mehr ganz alle Tassen im Schrank habe, dann haben Sie recht. Aber das hat nichts mit Suchmaschinenoptimierung zu tun. 🙂

Gerne erkläre ich in diesem Blogbeitrag, wie und warum ich zu obigen Aussagen gelange. Danach zählen wir die Tassen noch einmal. OK?

NICHT für Suchmaschinen optimieren?

Klingt komisch, ist aber so.

Wer denkt, er müsse unter Zuhilfenahme von irgendwelchen technischen «Zaubertricks» Webseiten so optimieren, dass Suchmaschinen diese irgendwie «besser» finden, irrt. Beliebte Fehlgriffe sind beispielsweise Seiten, die mit irgendwelchen Suchbegriffen vollgestopft wurden, damit sie «besser» gefunden werden. Solche Websites werden von Google (und auch anderen Suchmaschinen) mittlerweile sogar abgestraft.

Wenn Sie jetzt nicht mehr wissen, wie weiter beim Optimieren, dann machen Sie sich nichts draus. Das ging mir am Anfang auch so. Folgender Grundsatz hat mir dann des Rätsels Lösung gebracht:

«Wir optimieren in (erster Linie) für Menschen UND (dann erst) für Maschinen!»

Folglich gilt es mit erster Priorität, den Menschen als Besucher der Webseiten im Fokus zu haben. Also gute, relevante und ansprechende Inhalte zu ERSTELLEN. Den Rest, nämlich das FINDEN der Seiten, können Sie getrost den Suchmaschinen überlassen.

Selbstverständlich braucht es auch ein gewisses technisches Verständnis (z.B. von HTML, CSS und JavaScript) beim Erstellen von Webseiten, damit diese von den Suchmaschinen «verstanden» werden. Dabei geht es aber eher um ein «Was ist korrekt Auszeichnen» als um ein «Vorspielen falscher Tatsachen».

Kurz: Es geht um Fleiss und gesunden Menschenverstand, nicht um «Geheimwissen».

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Nur wer auf der ersten Seite bei den Google-Suchresultaten angezeigt wird, darf mit organischem Traffic und damit der Chance auf Neukunden rechnen. Unsere Praxiskurse vermitteln das nötige Wissen, um den eigenen Auftritt für die grossen Suchmaschinen zu optimieren.

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NICHT ganz oben auf die Suchtrefferliste wollen?

Dazu eine kleine Frage: Haben Sie im Warenhaus schon einmal die «oberste» Frucht in der Auslage zurückgelegt und sich für eine andere entschieden, weil sie Ihnen besser gefallen hat? Oder wenn Sie Käse kaufen möchten, nehmen Sie dann die «oberste» Packung im Regal, auch wenn Sie die Sorte gar nicht mögen oder nur halb so viel Käse brauchen?

So ist es auch bei Suchresultaten: Nicht alle klicken das oberste Suchresultat an. Es geht bei den Suchresultaten eher drum, möglichst «attraktiv» zu sein. Und diese Attraktivität definiert wiederum jede und jeder Suchende anders.

Wieder passt unser Merksatz von vorhin:

«Wir optimieren in (erster Linie) für Menschen UND (dann erst) für Maschinen!»

Schliesslich und endlich sind es nämlich Menschen, die sich entscheiden, welches Suchresultat sie anklicken. Klar, technisch muss alles stimmen. Aber beim entscheidenden Klick muss es ein Mensch «sexy» finden.
Lesen Sie zu diesem Gedanken auch gerne meinen Blogbeitrag zur Verwendung von Rich Snippets.

NICHT möglichst viele Besucher haben wollen?

Klickt eine suchende Person auf ein Suchresultat und gelangt auf meine Webseite, wird sie zum Besucher. Viele Webseitenbetreiber denken, dass es das Ziel von Suchmaschinenoptimierung sei, möglichst viele Besucher auf die Homepage zu locken.

Das ist, wie wenn Sie als Warenhausbesitzer wollen würden, dass möglichst viele Passanten in ihren Laden kommen – auch wenn sie dann nichts kaufen. Was habe ich als Warenhausbesitzer von solchen «Besuchern»? Eigentliche nur Aufwand.

Es gilt also auch bei Besuchern: Qualität vor Quantität. Lieber einen «passenden» Besucher pro Tag gewinnen als zehn solche, die mit meinen Dienstleistungen und Produkten gar nichts anfangen können.

Wer jetzt den Einwand bringt, dass es auf dem WWW ja keinen wirklichen Mehraufwand bedeutet, ob nun 10, 100 oder 1000 Besucher vorbeikommen, hat absolut Recht. Ich hätte aber gerne statt 1000 Besuchern auf meiner Homepage – also im Eingangsbereich meines Warenhauses –, sondern lieber jeden einzelnen der Besucher auf einer individuell für ihn zugeschnittenen Landingpage – also direkt in der für ihn attraktiven Abteilung. Und das bedeutet zumindest beim Erstellen schon mal mehr Aufwand.

Auch hier passt also wieder unser Merksatz wunderbar:

«Wir optimieren in (erster Linie) für Menschen UND (dann erst) für Maschinen!»

Tassen zählen

Wir wollten am Ende des Beitrags ja noch nachzählen, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. Aber wissen Sie was, das machen wir am besten live in einem Kurs: SEO-Einführung («SEO»). Dort können wir nämlich das, was ich hier zu erklären versucht habe, an ganz vielen praktischen Beispielen erarbeiten und verifizieren. Ich freue mich jetzt schon!

Das sagen unsere Kursteilnehmer zum Kurs «SEO-Einführung»:

«Das Seminar war sehr unterhaltsam gestaltet und es gab immer wieder neue Inputs. Der Trainer ist sehr auf die Fragen der Teilnehmenden eingegangen.»
Samantha Foulger, 14.01.2016


«Besonders gefallen haben mir die Praxisbeispiele und die Tatsache, dass unser Trainer immer kompetent und ausführlich auf Fragen eingegangen ist.»
Frederic Prinz, Habegger AG, 14.01.2016


«Der Kurs hat mir die Tür zu einem für mich bisher unbekannten Bereich geöffnet, den es nun im Nachgang zu entdecken gilt. Besonders beeindruckend war die fachliche Kompetenz der Trainerin, die selbst auf die kompliziertesten und detailreichsten Fragen Antworten wusste.»
Andrea Mäder, VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, 13.05.2016



Über den Autor

Alex Kereszturi

Alex Kereszturi ist Web Solution Developer der ersten Stunden, Trike-Fahrer und Hobby-Psychologe. Als einer der ersten «Webpulisher SIZ» und als «Adobe Certified Instructor» entwickelt er seit seinem 15. Lebensjahr Lösungen für das WWW, Mobilgeräte und andere Lebenslagen. Er ist seit bald 20 Jahren Kursleiter bei Digicomp, liebt das Sein in der Natur und setzt bei seinen Schulungen auf einen guten Mix aus Information, Praxisübungen und Unterhaltung. Als Inhaber und CEO führt er die Smilecom GmbH als ein kleines aber feines Software-Entwicklungs-Unternehmen und immer wieder ein turbulentes Familienleben mit drei Töchtern.