| |
|
|
«How they know you know – doch welche Microsoft Zertifikate sind die richtigen für Sie?» |
|
| |
Zürich, 20.06.2007 |
Microsoft Zertifizierungen im IT Geschäft ebnen den Weg zu interessanten Jobs. Doch welches sind die begehrtesten Zertifikate? Wie bauen die Papiere aufeinander auf und welche Prüfungen müssen wann absolviert werden? Wie heissen die neuen Zertifikate und was ist mein altes noch wert? Fragen zu Zertifizierungen gibt es Tausende. Dieser Artikel gibt Ihnen eine Übersicht.
 Microsoft Zertifizierungen sind auf dem Markt gefragt wie nie. Eine Studie von IDC unter IT Managern aus dem Jahr 2006 belegt den hohen Stellenwert von Microsoft Zertifikaten: Zertifizierte Mitarbeiter erhöhen die Leistung des gesamten Teams. IDC schlägt vor, zwischen 40-55 Prozent der Teammitglieder in relevanten Technologien zertifizieren zu lassen. Das bedeutet für den Arbeitnehmer, dass Microsoft Zertifikate bei der nächsten Bewerbung genau den entscheidenden Unterschied ausmachen können.
Vor dieser Ausganglage stehend stellen sich die eingangs aufgeworfenen Fragen. Personen, die an einer Microsoft Ausbildung interessiert sind, stehen vor einem Berg verschiedener Titel und Bildungswege. Die Benennung der Zertifikate und die Ausbaustufen ändern sich alle paar Jahre, worauf ein neuerlicher Vergleich notwendig wird: Welches neue Zertifikat entspricht meinem bisherigen? Welche weiteren Zertifikate kann ich mit meiner Vorbildung erlangen? Gibt es sogenannte Upgrade Bildungsangebote?
Das neue Microsoft Zertifizierungsgeneration
Werfen wir einen Blick auf die neuen Microsoft Zertifizierungen. Sie sind in drei Stufen gegliedert, die aufeinander aufbauen
Die erste Stufe – Microsoft Certified Technology Specialist MCTS – fokussiert auf aktuelle Technologien: .NET 3.0, SQL Server 2005, Vista, Exchange 2007, SharePoint2007. Insgesamt existieren im Moment 17 MCTS Zertifizierungen, die aber laufend – mit dem Marktstart von neuen Technologien – ergänzt und erweitert werden. Je nach Anforderungen müssen eine oder zwei Prüfungen abgelegt werden, um MCTS zu werden. Für viele dieser Zertifizierungen gab es bislang keine Entsprechung. Wer eine einzelne Microsoft Prüfung erfolgreich abgeschlossen hatte, durfte sich bis anhin Microsoft Certified Professional nennen. Die Regelung war einfach, aber unsinnig: Seine auf ein spezielles Produkt fokussierten Fähigkeiten konnten so vor seinem Arbeitgeber nur schwer unter Beweis gestellt werden. Mit den neuen Technologie-Zertifikaten wird sich dieser Umstand zum Glück ändern.
Auf den MCTS baut in einer zweiten Stufe der Microsoft Certified IT Professional auf. Im Unterschied zum MCTS beweist dieser Titel nicht mehr nur, dass Sie eine spezielle Technologie beherrschen, sondern eine komplette Job-Rolle ausführen können. Zurzeit sind Sie als MCITP für Entwicklung, Administration oder Business Intelligence bei Datenbanken oder für den Support des Betriebssystems Vista zuständig. Mit dem neuen Windows Server 2008 werden sicherlich einige neue MCITP Zertifizierungen dazu kommen. Momentan ist im Bereich Systemtechnik der MCSE2003 das Mass aller Dinge. Die neuen Zertifikate werden aber im Laufe der Zeit langsam die älteren MCDBA (Datenbanken), MCSE und MCSA (als Systemtechnik-Zertifikate – mit Spezialisierung auf Internet, Security oder Messaging) ablösen. Ersten, noch unbestätigten Informationen zufolge wird Microsoft für die neuen, rollenbasierten MCITP-Zertifikate einen dreijährigen Re-Zertifizierungszyklus einführen.
Analog zum MCITP existiert für den Entwickler-Bereich die MCPD Zertifizierung (Microsoft Certified Professional Developer). Die technischen Kenntnisse eines MCTS werden in praktischen Job-Rollen vertieft. Sie beweisen mit den drei bis jetzt bekannten Richtungen des MCPD für Web, Windows oder Applikationen, dass Sie Ihren Job als Entwickler beherrschen.
Weitere MCPD Zertifikate können durchaus dazukommen. Diese Zertifikate gelten ab .NET 2.0, wobei momentan gerade Version 3.0 auf den Markt gekommen ist. Die entsprechenden älteren Zertifizierungen heissen MCAD (Microsoft Certified Application Developer) und MCSD (Microsoft Certified Solution Developer). Diese Zertifizierungen behalten weiterhin Ihre Gültigkeit. Für IT-Entwickler, die sich auf den aktuellsten Stand bringen möchten, gibt es spezielle Upgrade-Kurse, die sich nicht bei den Grundlagen aufhalten, sondern gleich die Neuerungen in Angriff nehmen.
Auf der obersten Stufe thront der Microsoft Certified Architect. Dieses Zertifikat kann man nicht selber durch das Bestehen einer Prüfung erlangen, sondern wird einem nach einem langen Auswahl-Prozess von bereits zertifizierten Microsoft Architekten verliehen. Es erfordert eine langjährige Beschäftigung mit IT und IT Architektur. Der Architekt verbindet Management mit IT. Die Zertifizierung zum Architekten ist ein Prozess, bei dem der Kandidat nach einer strengen Auswahl von einem Mentor begleitet und schliesslich von einem Komitee bestehend aus anderen Architekten geprüft wird. Der Status Architect unterliegt ständiger Re-Zertifizierung. Auf Stufe Architect hat es bis anhin kein vergleichbares Zertifikat gegeben.
Auch für Office gibt es neue Zertifikate:
Microsoft Business Certification
Auch die neuen Office 2007 Zertifikate Microsoft Certified Application Specialist (MCAS) und Microsoft Certified Application Professional (MCAP) sind in gleicher Weise wie MCTS und MCITP aufgebaut. Die Grundlagen-Zertifikate des MCAS beweisen Ihre Skills auf einer bestimmten Applikation: Word, Excel, Outlook, PowerPoint, Access und Vista. Der Professional hingegen beherrscht spezifische Anforderungen, die mit diesen Programmen gelöst werden können. Die Spezialisierungen als MCAP heissen deshalb: Managing Budget, Managing Presentations, Managing Team Collaboration, Supporting Organizations.
Mit dieser Neu-Ausrichtung der Microsoft Office Specialists – so der frühere Namen – auf Jobrollen dürfte die Nachfrage nach Business Certification sprunghaft ansteigen. Damit können nun Arbeitnehmer erstmals Ihre Qualifikation auf ganz spezifische Job-Anforderungen unter Beweis stellen und sich somit wirklich von Mitbewerbern auf dem Stellenmarkt abheben – und dies nicht nur wie bis anhin im Rahmen der sogenannten «technical literacy».
Arbeitgebern verleihen die neuen Zertifikate vermehrt Sicherheit, im Auswahlverfahren auf die richtige Person mit den gesuchten Qualifikationen zu setzen. Fehlbesetzungen und eine hohe Fluktuationsrate durch Über- und Unterforderung verursachen der Schweizer Volkswirtschaft immer noch Kosten in Millionenhöhe.
Ist mein älteres Zertifikat nun ungültig?
Microsoft Zertifikate laufen nicht im eigentlichen Sinne ab. Mit einer neuen Produkte-Version kommen jedoch meist auch neue Zertifikate auf den Markt. Ab dem Zeitpunkt, ab dem die neuen Versionen produktiv eingesetzt, verlieren logischerweise ältere Zertifikate an Marktwert, da Sie ja gerade nicht mehr beweisen können, dass Sie über das verlangte Wissen verfügen.
Ab Herbst 2007 beispielsweise werden keine neuen MCSE2000 Zertifikate mehr ausgestellt. Spezielle Upgrade Lehrgänge und verkürzte Prüfungen vereinfachen den Zertifikatsinhabern den Sprung auf die neuen Zertifizierungen. Für den MCSE2000->MCSE2003 Upgrade müssen Sie zum Beispiel nur noch zwei der ursprünglich sieben Prüfungen erfolgreich bestehen. Als zertifizierter Microsoft Desktop Support Technician (MCDST) können Sie mit nur einer zusätzlichen Upgrade-Prüfung Ihr bestehendes Zertifikat Vista-tauglich re-zertifizieren. Die neue Bezeichnung lautet dann MCITP: Enterprise Support Technician. Digicomp führt den Ausbildungsweg dazu bereits im Angebot. Wie genau die Upgrade Kurse für Windows Server 2008 aussehen, können Sie sicherlich in naher Zukunft bei Microsoft zertifizierten Ausbildungspartner wie Digicomp oder bei Microsoft selber in Erfahrung bringen.
 Auch Schulungsanbieter und Trainer sind zertifiziert
Microsoft bewertet in einem strengen Partnerprogramm alle Unternehmen, die Microsoft Produkte schulen. Nur wenige erhalten dabei den höchsten Status als Microsoft Gold Certified Partner: Learning Solutions. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Ausbildung auf den von Microsoft verliehenen Status des Bildungsanbieter: Nur Learning Solutions Partner verwenden offizielle Microsoft Unterlagen und Microsoft Certified Trainer (MCT). Wir sind sehr stolz darauf, durch die Qualität unserer Ausbildung zu den Microsoft Gold Partner zu gehören.
Zertifikate sind gefragt – eine kurze Übersicht
Zertifikate gibt es natürlich auch in anderen Bereichen und von anderen Herstellern als Microsoft. Zum Abschluss dieses Artikels eine kurze und darum sicherlich unvollständige Übersicht über die wichtigsten internationalen Zertifizierungen in der IT Welt:
- ITIL® – IT Infrastructure Library.
Besitzer des ITIL® Foundation Zertifikates können sich zum ITIL® Service Manager weiterbilden. Der ITIL® Service Manager ist das höchste verfügbare Zertifikat in IT Service Management.
- Linux – LPI oder CompTIA
Im Linux Bereich bietet vor allem das Linux Professional Institute einen vollständigen Linux Zertifizierungsweg: Linux Professional Institute Certificate 1 bis 3. Die dritte und höchste Zertifizierung ist erst seit Januar 07 verfügbar. CompTIA als unabhängige Zertifizierungsinstitution bietet mit dem Linux+ eine Zertifizierung, die auf Stufe LPIC 1 angesiedelt ist.
- Oracle Associate und Professional
Die Oracle Zertifikate sind gerade jetzt neu strukturiert und in diesem Zuge zweigeteilt worden: Die grundlegende Fähigkeiten, eine Oracle Datenbank zu administrieren, können mit dem Oracle Certified Associate bewiesen werden. Der Oracle Certified Professional beweist Expertenwissen in der Datenbank-Verwaltung.
- CompTIA – herstellerunabhängig
CompTIA ist ein Non-Profit-Verband der IT-Industrie, der in Sachen Zertifizierungen und Standards eine Vorreiterrolle einnimmt. Die Zertifizierungen belegen themenbezogene Kenntnisse wie Server, Netzwerk, Project Management oder Linux. Gewisse Ausbildungen und Zertifikate dienen zur Vorbereitung auf Microsoft Systemtechnik Zertifikate wie MCSE und MCSA und können teilweise angerechnet werden.
- Java – die Alternative zu .NET
Die Zertifizierung zum Sun Certified Java Programmer bildet die Grundlage zu weiteren Sun Titeln wie Sun Certified Java Developer, Sun Certified Web Component Developer, Sun Certified Business Component Developer, Sun Certified Enterprise Architect oder Sun Certified Mobile Application Developer.
- Cisco – Netzwerke beherrschen
Grundlage zu allen Cisco Zertifikaten bildet der CCNA (Cisco Certified Network Associate). Darauf aufbauend existieren fünf Cisco Certified Professional Zertifikate: Network, Design, Internetwork, Voice, Security.
Die Liste liesse sich noch um einiges weiter führen: Adobe WebDesign, Citrix, Microsoft Office Specialist, Lotus Notes und Domino… Rufen Sie uns einfach an! Oder kommen Sie an einen unserer kostenlosen Infoabende! Wir geben Ihnen gerne Auskunft.
Weiterführende Links:
Über den Autor:
Roland Cattini Dipl. Elektroingenieur HTL, Betriebsingenieur HTL/STV
Die Telekommunikationsbranche ist Herrn Cattinis Steckenpferd. Zudem verfügt er über das Microsoft Certified Trainer (MCT), über das MCSE / MCSA (Windows Server 2003) und das ITIL® Foundation-Zertifikat. Als erfahrener Software-Entwickler und Projektleiter führt Roland Cattini eine eigene Beratungs- und Schulungsfirma.
|
| |
|
 |
|